Ende des 19. Jahrhunderts lebten etwa 40 deutsche Kaufleute und Diplomaten in Marokko, um die und deren Familien sich ein Kreis von kaufmännischen und Hausangestellten scharte. Seit ca. 1900 versuchten die Marokko-Deutschen, Einfluss auf die Politik der Reichsregierung zu nehmen, um ein französisches Protektorat zu verhindern und zumindest einen Teil des Landes als deutsche Kolonie zu gewinnen. Die Untersuchung zeigt, wie die Kaufleute sich nach bescheidenen Anfängen in dem Land und seiner Kultur einrichteten und wie sie in Marokko wie im Deutschen Reich ihren politischen Kampf gegen das wachsende französische Eindringen zu führen versuchten. Sie konnten dabei eine recht erhebliche Wirkung entfalten, auch auf die eigene, an Marokko weitgehend desinteressierte Regierung. Das veranlasste die Franzosen 1914, die Deutschen ohne Ausnahme aus Marokko zu deportieren und in Algerien zu internieren, ihren Besitz zu sequestrieren und ihre Anführer durch Kriegsgerichtsprozesse zu desavouieren bzw. zum Tode zu verurteilen, auch um den von Spanisch-Marokko ausgehenden Revolutionierungsversuchen entgegenzuwirken. Die Studie endet mit der Darstellung des Kampfes um die Entschädigung für das enteignete Vermögen nach 1918 und die vielfach schwierigen Bemühungen der Marokko-Deutschen, sich im Reich eine neue Lebensgrundlage zu schaffen oder in Spanisch-Marokko an die gewohnten Verhältnisse wieder anzuknüpfen.

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